Fachartikel: Gestaltung von W3C validen Webseiten - macht das einen Sinn?

Jul 24

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»Nothing can be perfect, but the Web could be a lot better.« (Tim Berners-Lee, Entwickler des Internets und Mitbegründer des W3C) Foto: W3.org

Seit 1994 besteht das Internet - offiziell zugänglich. Die Gründerväter initiierten gleichzeitig auch eine Stelle zur Weiterentwicklung der Programmiersprache HTML, das sog. World Wide Web Konsortium - kurz W3C. Dieses entwickelt Standards wie CSS, RSS oder X-HTML. Letzterer soll dafür Sorge tragen, dass nach diesem Standard gestaltete Webseiten auf allen Internetbrowsern gleich dargestellt werden. Leider sieht die Realität, 15 Jahre nach der Initialzündung des Internets, erheblich anders aus. Und dies liegt nicht allein an Fehlentwicklungen Seitens der Browserherstellter.

Fachartikel: Gestaltung von W3C validen Webseiten - macht das einen Sinn?

von Maurice Reisch

Tim Berners-Lee, der als Miterfinder des World Wide Web Weltruhm erlangte, gründete 1994, in Kooperation mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), der European Organization for Nuclear Research (CERN) und unterstützt vom U.S. Defense Advanced Research Project Agency (DARPA) sowie der Europäischen Union, das W3C (World Wide Web Consortium), welchem die Weiterentwicklung der einheitlichen Programmiersprache HTML (HyperText Markup Language) unterlag. Durch das W3C bekannte Techniken sind unter Anderem (X)HTML, XML, CSS, SVG, RSS und WCAG, die in verschiedensten Webseiten und Blogs auch standardisiert Einsatz finden. Das Deutsch-Österreichische Büro hat seinen Sitz im Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme in Schloss Birlinghoven (http://www.izb.fraunhofer.de/). Ende 1999 wurde die Programmiersprache HTML, letztmalig in der Version 4.01, vom W3C veröffentlicht.

Was genau ist (X)HTML?

Seither hat sich viel getan; Auf programmiertechnischer als auch auf gestalterischer Seite konnten durch Weiterentwicklungen wie (D)HTML, (X)HTML und cross-over Implementierungen von XML in Flash usw. viele Meilensteine erreicht werden.

Schon in der Abkürzung sieht man die Nähe zur Web-Ursprache HTML. (X)HTML wurde aus HTML zur verbesserten Darstellung von Webseiten im Browser entwickelt. Dennoch wird (X)HTML über XML (Extensible Markup Language engl. für erweiterbare Auszeichnungssprache) definiert. Dabei ist nicht nur eine DTD (Dokumenttypdeklaration) wie bei HTML möglich sondern es können aus XML mehrere Familien gebildet werden. Somit steht (X)HTML in gewisser Weise zwischen HTML und XML.

»Es ist gut, sich an Standards wie beispielsweise des W3C zu halten«

(Lena Wagner, Google Deutschland)

(X)HTML ist in Kurzform also eine textbasierte Sprache zur Darstellung von Inhalten wie Texten, Bildern und Hyperlinks in Dokumenten. In modernen Webseiten werden z. B. Gestaltung (also die Darstellungsform) und Inhalt (Texte, Bilder, Dokumente, Videos etc.), durch die Nutzung sog. WCMS (Web Content Management Systeme engl. für „Internet Inhaltsverwaltungssystem“), voneinander getrennt. Die Daten, wie Texte und z. B. Informationen wo das Bild auf dem Server gespeichert ist, werden zumeist in Datenbanken (z. B. MySQL) abgelegt. Das WCMS setzt dann aus dem Theme (Dateiverzeichnis der entsprechenden Gestaltung), welches (X)HTML-Dateien, mit dem Programmiercode, sowie Grafiken und die sog. CSS (Cascading Style Sheets engl. für deklarative Stylesheet-Sprache für strukturierte Dokumente) enthält, die Webseite zusammen.

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